Was weiß die Schufa über mich?

Für viele junge Menschen ist die Volljährigkeit ein Meilenstein. Das erste eigene Girokonto, vielleicht die erste Kreditkarte, endlich ein Handyvertrag und kein Prepaid mehr, vielleicht sogar bald die erste eigene Wohnung oder das eigene Auto. Wer sich auch nur ein paar dieser Errungenschaften gönnt, landet automatisch im Datensystem der Schufa. Was dort über eine Person gespeichert ist und wie daraus ein Score berechnet wird, wissen die wenigsten. Dabei ist der Schufa-Score längst Teil des Alltags. Wer eine Wohnung mieten, ein Auto leasen oder einfach nur ein neues Smartphone auf Vertrag kaufen möchte, kommt an ihm kaum vorbei.

Seit dem 17. März 2026 hat sich das System grundlegend verändert. Die Schufa hat ihr bisheriges, weitgehend undurchsichtiges Scoring-Verfahren durch ein neues, transparentes Modell ersetzt. Wie funktioniert der neue Schufa-Score? Ist er gerechter als das alte System? Und wie wirkt sich der neue Score für junge Menschen aus?

Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Unterrichtseinheit. Sie macht ein Thema zugänglich, das für junge Menschen unmittelbar relevant ist und das sie als mündige Verbraucherinnen und Verbraucher verstehen und kritisch einordnen sollten.

 

3 Arbeitsblätter zum neuen Schufa-Score

Ausgangspunkt der Unterrichtseinheit ist eine Auszubildende, die im Handyladen erfährt, dass ihr ein Vertrag verweigert wird, obwohl sie eigentlich genug Geld auf dem Konto hat. Dieser Fall zieht sich als roter Faden durch alle drei Arbeitsblätter und verknüpft das abstrakte Thema Bonität und Schufa-Score mit einer konkreten, jugendnahen Lebenssituation.

Ausgehend von dem Fallbeispiel entwickeln die Lernenden zunächst eigene Vermutungen, warum ein Handyvertrag verweigert werden kann, und erarbeiten dabei den Begriff des Dauerschuldverhältnisses. Anschließend erarbeiten sie anhand eines Grundlagentextes, was die Schufa ist und wie der neue Score funktioniert.

Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit erarbeiten die Lernenden ein Verständnis für die Kriterien des neuen Scoring-Systems. Anschließend wenden sie ihr Wissen auf die Lebenssituationen der Auszubildenden und ihrer Freundin an, vergleichen deren Schufa-Profile und erklären, warum der Antrag für eine der beiden abgelehnt wurde. Abgerundet wird die Einheit mit einem handlungsorientierten und kritisch-reflexiven Teil. Die Lernenden recherchieren selbstständig, wie die Auszubildende ihren Score einsehen und verbessern kann, und beurteilen konkrete Handlungsoptionen. Den Abschluss bildet eine argumentative Auseinandersetzung mit der Frage, ob der neue Schufa-Score junge Menschen strukturell benachteiligt.

 

 

 

Dieses Material steht exklusiv für Arbeitsblatt-Abonnenten und BizziROM-Abonnenten zur Verfügung.

Freier Zugriff für
Arbeitsblatt-Abonnenten

Zum Download Infos zum Arbeitsblatt-Abo

Freier Zugriff für
BizziROM-Abonnenten

 Zum Download  Infos zum BizziROM-Abo