Unterbeschäftigung und Stille Reserve

Arbeitslosigkeit hat viele Gesichter. Da ist der Langzeitarbeitslose, der das Arbeitslosengeld II bezieht und zwischenzeitlich einem Ein-Euro-Job nachgeht, die arbeitslose Mutter, die sich in einer Qualifizierungsmaßnahme der Arbeitsagentur befindet, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, der arbeitslose 60-Hartz IV-Empfänger, der seit über einem Jahr keinen Job mehr angeboten bekommen hat. Keine dieser Beispielpersonen taucht in der offiziellen Arbeitslosen-Statistik auf, denn Arbeitslosigkeit ist statistisch gesehen, sehr eng definiert. Doch welche Aussagekraft hat dann die offizielle Statistik? Und wie kann man überhaupt ein realistisches Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt bekommen? Diesen und mehr Fragen gehen zwei Arbeitsblätter und Schaubilder schülergerecht auf den Grund.


2 Arbeitsblätter: „Messung von Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Stiller Reserve“

Im Rahmen der beiden Arbeitsblätter erkennen die Schüler die Vielschichtigkeit des Begriffs Arbeitslosigkeit in der Alltagssprache und unterscheiden zwischen der engen Definition von Arbeitslosigkeit nach dem Sozialgesetzbuch und dem Verständnis des Begriffs im allgemeinen Sprachgebrauch. Sie differenzieren verschiedene Formen der verdeckten Arbeitslosigkeit. Sie lernen, wie die Bundesagentur für Arbeit einzelne Komponenten der Unterbeschäftigung statistisch erfasst und reflektieren, inwiefern die offizielle Arbeitsmarktstatistik ein realistisches Bild des Arbeitsmarktes widerspiegelt. Sie lernen die stille Reserve als einen Bereich des Arbeitsmarktes kennen, der sich der statistischen Erfassung entzieht und nur durch Schätzung ermittelt werden kann.


2 Schaubilder

Neben der offiziellen Arbeitslosenstatistik erfasst die Bundesagentur für Arbeit noch Personen, die zwar arbeitssuchend sind, jedoch nicht in der Statistik offiziell als arbeitslos gelten. Diese zusätzliche Arbeitsplatzlücke wird als Unterbeschäftigung bezeichnet und von der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig ermittelt. Schwerer zu erfassen ist dagegen die stille Reserve, die Arbeitslose umfasst, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit nicht gemeldet haben und sich vorübergehend oder dauerhaft vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Zwei Schaubilder zeigen die Konzepte der Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und stillen Reserve der Bundesagentur für Arbeit.


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