Errungenschaften der Klimadiplomatie

2015 war ein wichtiges Jahr für den Klimaschutz. Im Dezember 2015 wurde auf der 21. UN-Klimakonferenz in Paris ein neues Klimaschutzabkommen verhandelt und unterzeichnet. Es ist nach der Klimarahmenkonvention von 1992 und dem Kyoto-Protokoll von 1997 der nächste wichtige Schritt auf dem Weg, eine globale Klimakatastrophe zu verhindern.

Auch wenn sich alle Beteiligten darüber einig sind, dass sie klimabedingte Überschwemmungen, Dürren, Wetterkapriolen und Artensterben verhindern wollen, so kostet Klimaschutz dennoch Geld und über die Verteilung der Kosten rund um den Globus wird heftig gestritten. Auch haben nicht alle Länder die gleichen Interessen. Industrie- und Entwicklungsländer, Pazifikstaaten und Erdölförderer, Wüsten- und Regenwaldregionen haben höchst unterschiedliche Vorstellungen über die Art und das Tempo des Klimaschutzes. Deshalb braucht es immer wieder neue Bemühungen, Verhandlungsrunden und Zielvereinbarungen, um die gegensätzlichen Interessen der verschiedenen Länder zum Ausgleich zu bringen. Bis zum Schluss blieb es spannend, ob die konkreten Verhandlungsergebnisse der 21. Klimakonferenz 2015 in Paris den erhofften Erfolg bringen würden.


Arbeitsblatt „Meilensteine der Klimadiplomatie“

Die UN-Klimakonferenzen sind jedes Mal Schauplatz für ein hartes Ringen um Emissionssenkungen und die Verteilung der Kosten des Klimaschutzes. Wichtige Verhandlungserfolge in der Vergangenheit waren das Kyoto-Protokoll, die Festlegung auf eine maximale Erderwärmung von zwei Grad, die Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 und die Erarbeitung eines neuen Klimaschutzabkommens für die Zeit nach 2020. Die Bedeutung des aktuell in Vorbereitung befindliche Abkommen ist ohne seine Vorgeschichte kaum zu verstehen und einzuordnen. Das Arbeitsblatt thematisiert die bisherigen Meilensteine der Klimadiplomatie und ermöglicht das Verständnis für das neue Klimaschutzabkommen, das 2015 in Paris ins Leben gerufen wurde.


Schaubild: Internationale Klimaschutzziele

Die UN-Klimarahmenkonvention von 1992 enthielt noch keine konkreten Klimaschutzziele. Sie beschränkte sich auf das globale Ziel, dass eine gefährliche, vom Menschen verursachte Störung des Klimasystems durch Reduktion der Treibhausgase verhindert werden sollte. Sie bildete aber den Rahmen für zukünftige Verhandlungen. Konkrete Klimaschutzziele wurden erst im Kyoto-Protokoll 1997 vereinbart. Da das Kyoto-Protokoll zunächst nur einen Zeitraum bis 2012 umfasste, einigten sich die beteiligten Länder auf eine zweite Verpflichtungsperiode bis 2020. Bis 2020 sollen die globalen Treibhausgasemissionen um 18 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 gesenkt werden. Doch nach den Erkenntnissen des Weltklimarates (IPCC) reichen diese Senkungen nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Laut IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) müssten die Industrieländer in diesem Zeitraum ihre Emissionen um 25-40 Prozent senken. Insofern kommt dem neuen Klimaschutzabkommen, das 2015 in Paris beschlossen wurde, eine große Bedeutung zu.


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