Vom festen zum flexiblen Wechselkurs

Im Zuge der Euro-Krise flüchteten immer mehr Anleger in sichere Währungen wie zum Beispiel den Schweizer Franken. Dieser wertete daraufhin so stark auf, dass die Wirtschaft in den Alpen zunehmend unter Druck geriet. Die Schweizer Nationalbank koppelte in der Folge den Schweizer Franken an den Euro und garantierte einen Wechselkurs von 1,20 CHF. Im Januar 2015 hob sie die Wechselkursgarantie überraschend auf, denn der Euro verlor in der Zuspitzung der Griechenland-Krise nach dem Wahlerfolg des Linksbündnisses Syriza und der Ankündigung der EZB, im großen Stil Staatsanleihen zu kaufen rasant an Wert. Doch was bedeutet die Abkehr von einem festen Wechselkurs zu einem flexiblen Wechselkurs mit einer plötzlichen starken Aufwertung für die betroffenen Volkswirtschaften? Welche ökonomischen Konsequenzen sind damit verbunden und wer sind die Gewinner und Verlierer der Entscheidung? Ein Arbeitsblatt und Schaubild thematisieren die Gründe und Folgen der Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank.


Arbeitsblatt: Die Abkopplung des CHF vom Euro

Im Rahmen des Arbeitsblattes ermitteln die Schüler zunächst die Kaufkraft des Euro in Schweizer Franken vor der Entscheidung der SNB, vergleichen diese mit der Situation nach der Abkopplung des Franken vom Euro und errechnen den Kaufkraftverlust des Euro in Schweizer Franken. Sie erläutern die Gründe für die Entscheidung der SNB, den Franken an den Euro zu koppeln sowie die Gründe, die zur Abkopplung vom Euro geführt haben. Sie leiten die ökonomischen Konsequenzen ab, die die Entscheidung der SNB für verschiedene wirtschaftliche Akteure sowohl in der Schweiz als auch im Euro-Raum voraussichtlich hat. Abschließend ermitteln sie Gewinner und Verlierer der Wechselkursentscheidung der SNB.


Schaubild: Die Entwicklung des Wechselkurses Euro – CHF

Zur Zeit der Euro-Einführung erhielt man für einen Euro noch gut 1,50 Schweizer Franken. Doch die eidgenössische Währung entwickelte sich im Zuge der Euro-Krise zur Fluchtwährung, in der viele Anleger ihr Geld wertstabil angelegt sahen. In der Folge wertete der Schweizer Franken so massiv auf, dass die Unternehmen der Alpenrepublik unter dem extrem starken Schweizer Franken litten. Am 6. September 2011 verkündete die Schweizerische Nationalbank (SNB) daher, dass sie ab sofort keinen Euro-Franken Wechselkurs unter 1,20 CHF mehr zulassen würde und zur Aufrechterhaltung dieses Ziels bereit sei, unbegrenzt Devisen zu kaufen. Am 15. Januar 2015 gab die SNB überraschend den seit 2011 garantierten Wechselkurs von 1,20 CHF frei. Das Schaubild zeigt die Entwicklung des Wechselkurses seit 2000.


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