Preisverfall auf dem Ölmarkt

Wer eine Ölheizung besitzt und noch Platz im Öltank hat, der tankt in Zeiten niedriger Ölpreise erst noch einmal Heizöl. Auch an der Zapfsäule freuen sich die Autofahrer über niedrige Spritpreise. Ein Machtkampf am Ölmarkt zwischen Fracking-Unternehmen in den USA und den Ölmultis aus Saudi Arabien beschert Verbrauchern, Transportunternehmen und Produzenten seit dem Sommer 2014 sinkende Kosten für Mobilität, Energie und Produktion. Die Folge ist eine niedrige Inflationsrate, was die Kauflaune der Deutschen beflügelt und der Konjunktur gut tut.

Die vorliegenden Materialien thematisieren, wer Gewinner und Verlierer der Preisentwicklung sind. Welche Ursaschen liegen der Preisentwicklung zugrunde und mit welchen Folgen für wichtige volkswirtschaftliche Größen wie Konsum, Preisniveau, Investitionen und Wirtschaftswachstum ist in der Folge zu rechnen?

Arbeitsblatt: Gewinner und Verlierer der Ölpreisentwicklung

Im Rahmen des Arbeitsblattes analysieren die Schüler die Ölpreisentwicklung seit 2000 anhand einer Grafik. Dabei vertiefen sie ihre Kenntnisse bei der Interpretation von Grafiken. Sie unterscheiden zwischen kurz- und langfristigen Entwicklungen. Sie entwickeln mögliche Erklärungsmuster dafür, wie angebotsseitige und nachfrageseitige Einflussfaktoren auf dem Ölmarkt zu der beobachteten Preisentwicklung geführt haben könnten. Sie reflektieren, welche Ursachen hinter kurzfristigen Preisausschlägen liegen könnten. Zur Analyse des aktuellen Preisverfalls werten die Schüler Materialien rund um den Ölmarkt aus. Sie erkennen den Zusammenhang zwischen Veränderungen auf der Angebots- und Nachfrageseite und den aktuellen Preisentwicklungen. Sie identifizieren Gewinner und Verlierer der Preisentwicklung und reflektieren die Bedeutung des Öls für verschiedene volkswirtschaftliche Größen sowie für das Funktionieren der Volkswirtschaft im Ganzen.

Chart: Die Entwicklung des Ölpreises seit 2000

Langfristig wird der Ölpreis durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt gebildet. Kurzfristig ist die Ölpreisentwicklung immer wieder heftigen Schwankungen unterworfen. Dabei spielen einerseits spekulative Übertreibungen eine Rolle. Andererseits können politische Unruhen oder Naturkatastrophen in den Ölförderländern Schwankungen hervorrufen. Auch die Wirtschaftsentwicklung in den Abnehmerländern spielt eine Rolle. Boomt die Wirtschaft, steigt der Bedarf an Öl. Kriselt es, nimmt die Nachfrage ab. Das Chart zeigt die Ölpreisentwicklung seit 2000.


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