Im Würgegriff der Inflation

Krieg, Sanktionen, drohendes Energieembargo. Eine der Folgen: Die Inflation hat Deutschland fest im Griff. Tag für Tag spüren die Verbraucher die Teuerung: An der Supermarktkasse, an der Tankstelle, im Restaurant. Die aktuelle Inflationsrate von 7,4 % im April 2022 ist die höchste seit mehr als 40 Jahren. Die Energiepreise verteuerten sich innerhalb eines Jahres sogar um mehr als 35 %.

Was genau ist Inflation? Welche Ursachen hat sie und wie spüren Wirtschaft und Verbraucher die Teuerung eigentlich? Anlässlich der rasanten Preisentwicklung 2022 hat BizziNet.de eine Materialsammlung zum Thema Inflation erstellt. Bei den vorliegenden Materialien handelt es sich um den ersten Teil der Materialsammlung, der sich mit den Grundlagen zum Thema Inflation befasst.

 

Materialsammlung Teil 1: Grundlagenwissen Inflation

Wenn sich das durchschnittliche Preisniveau in einer Volkswirtschaft erhöht, spricht man von Inflation. Die Kaufkraft des Geldes sinkt. Monat für Monat recherchieren die Preisermittler des Statistischen Bundesamtes die Preise eines repräsentativen Warenkorbs und berechnen daraus den Verbraucherpreisindex. Die Veränderungsrate des Preisindex in Prozent ist die Inflationsrate. Die Ursachen der Inflation sind vielfältig. Häufig üben mehrere Faktoren Einfluss auf das Preisniveau aus und stehen in Wechselwirkung miteinander. Man unterscheidet nachfrageseitige und angebotsseitige Einflussfaktoren. Die Inflationsentwicklung in einer Volkswirtschaft kann nicht losgelöst von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, konjunkturellen Schwankungen, (geld-)politischen oder weltwirtschaftlichen Entwicklungen betrachtet werden. So ist auch die Inflationsentwicklung in Deutschland in den letzten 30 Jahren durch viele Ereignisse und Entwicklungen geprägt. Neben hohen Inflationsraten hat es auch immer wieder Phasen mit deflatorischen Tendenzen gegeben.

Die Materialien des ersten Teils der "Materialsammlung Inflation" ermöglichen eine schülergerechte Erarbeitung der Grundlagen zum Thema Inflation.

 

Schaubild: Inflationsentwicklung in Deutschland

Die Inflationsentwicklung in Deutschland in den letzten 30 Jahren ist durch viele Ereignisse und Entwicklungen geprägt. Im Vorfeld der Euro-Einführung in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre sorgte die sehr stabilitätsorientierte, restriktive Geldpolitik der Euro-Beitrittskandidaten für sehr niedrige Inflationsraten in den beteiligten Ländern. Die Boomjahre ab 2006 und dem damit einhergehenden Anstieg der Rohstoffpreise sorgten für eine stärkere Teuerung, die mit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise Ende 2008 ihr jähes Ende fand. Im Krisenjahr 2009 brach nicht nur die Nachfrage ein, sondern zeigten sich deflatorische Neigungen, die auch in der Corona-Krise 2020 zu beobachten waren. Die Erholungsphase nach Corona war geprägt von Lieferkettenproblemen, Materialengpässen, Personalmangel und steigenden Logistikkosten. Eine Zuspitzung entwickelte sich mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und der steigenden Energiepreise. Die Inflation kletterte auf Rekordniveau. Das Schaubild zeigt die monatlichen und jährlichen Inflationsraten seit 1992. Zum Schaubild

 

 

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