Klimaschutz 2.0

Unter großem Jubel ist in Paris die Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen zu Ende gegangen. Das große Ziel, ein neues Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen, ist nach zähen Verhandlungen erreicht worden. Eckpunkte der Vereinbarung sehen eine maximale Erderwärmung von 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitraum vor. Wenn möglich, soll die globale Erwärmung allerdings bei 1,5 Grad gestoppt werden. Dazu sollen die beteiligten Länder ihre Treibhausgasemissionen möglichst bald senken und in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts so weit reduzieren, dass sie nur so viel ausstoßen wie durch die Vegetation und durch CO2-Senken absorbiert werden kann. Außerdem sollen die Industrieländer sich finanziell am Klimaschutz in Entwicklungsländern beteiligen sowie bei Schäden durch den Klimawandel helfen. Denn die Statistik der kumulierten CO2-Emissionen seit Beginn der Industrialisierung zeigt, dass die Industrieländer den größten Anteil an der Verschmutzung der Atmosphäre und damit am Treibhauseffekt haben. Was genau der Treibhauseffekt bewirkt, welche Ursachen er hat und wie Industrie- und Entwicklungsländer dazu beitragen, erläutern die ersten drei Arbeitsblätter der Reihe „Klimaschutz 2.0“ anlässlich des neuen Klimaschutzabkommens von Paris.


3 Arbeitsblätter zum Klimaschutz

Phasen der Erderwärmung hat es in der Geschichte unseres Planeten immer gegeben. Doch seit ungefähr 150 Jahren lässt sich ein Erwärmungstrend feststellen, der in seinem Tempo schneller abläuft als bisher beobachtete Klimaveränderungen. Dieser Effekt gilt als vom Menschen verursacht. Es ist der anthropogene Treibhauseffekt, der durch so genannte Treibhausgase in der Atmosphäre entsteht. Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Ozon entstehen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung, durch intensive Landwirtschaft oder Verkehr. Im Zuge der Industrialisierung haben zunächst in erster Linie die traditionellen Industrieländer zur Aufheizung der Atmosphäre beigetragen. Mittlerweile gewinnen Entwicklungs- und Schwellenländer einen immer größer werdenden Anteil an der Verschmutzung der Lufthülle. Wie viele Emissionen verträgt unser Planet noch? Wer trägt die Hautverantwortung für die Entwicklung? Und wer sollte bei der Reduktion der Klimagase eine Führungsrolle übernehmen. Die ersten drei Arbeitsblätter der Reihe „Klimaschutz 2.0“ veranschaulichen den Treibhauseffekt, dessen Ursachen und den Beitrag der Industrie- und Entwicklungsländer.


3 Schaubilder zu den Kohlendioxid-Emissionen

Kein anderes Land stößt weltweit pro Jahr mehr Kohlendioxid aus als China. Auf Platz 2 liegen die USA, gefolgt von Indien an dritter Position. Betrachtet man allerdings die CO2-Emissionen pro Kopf, so ergibt sich ein anderes Bild. Pro Kopf emittieren die USA ein Vielfaches der Menge, die China und Indien ausstoßen (Schaubild 1). Auch wenn der Anteil der Schwellenländer an der Verschmutzung stetig wächst (Schaubild 2), so tragen die Industrieländer historisch gesehen doch die Hauptverantwortung für den Treibhauseffekt. Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen ist allein für die Hälfte des seit 1850 weltweit ausgestoßenen Kohlendioxids verantwortlich. (Schaubild 3).


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