Pro und contra Freihandel

Für die einen ist es ein ungleicher Kampf zwischen Starken und Schwachen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Ausbeutung und Unterdrückung. Für die anderen ist es ein Weg zu weltweitem Wohlstand, Frieden und internationalem Austausch. Gemeint ist der Freihandel.

Nach dem britischen Ökonom David Ricardo profitieren die meisten Länder davon, wenn sie ohne Handelsbeschränkungen miteinander Waren tauschen. Durch internationale Arbeitsteilung und Spezialisierung, so die Schlussfolgerung seiner Theorie der komparativen Kosten, entstehen für alle Seiten Wohlfahrtsgewinne.

Kritiker hingegen warnen vor zu großem Freihandelsoptimismus. Die Erfahrung zeige, dass in der Geschichte die Länder erfolgreich waren, die ihre eigenen Unternehmen erst mit Hilfe von Schutzzöllen aufgepäppelt haben und dann gezielt ihren Exportsektor – auch mit staatlichen Hilfen - gefördert haben. Ein kompromissloses „Sich-Ausliefern“ kleiner junger Industriezweige der südlichen Hemisphäre halten sie für volkwirtschaftliches Harakiri auf Kosten der einfachen Bevölkerung. Darüber hinaus befürchten sie, dass durch ungezügelten Wettbewerb im Hinblick auf Umwelt- und Sozialstandards ein „Race-to-the-bottom“ ausgelöst werden könnte. Zwei Arbeitsblätter setzen sich kritisch mit der Theorie der komparativen Kosten und dem Freihandelspostulat auseinander.


2 Arbeitsblätter zum Thema Freihandel

Was genau besagt das Theorem der komparativen Kosten von David Ricardo? Hat es auch für die heutige Situation des Welthandels Gültigkeit? Welche Kritik gibt es an diesem Theorem? Wie verhalten sich Freihandel und Protektionismus zueinander? Welche Vor- und Nachteile weisen sie auf? Die zwei Arbeitsblätter führen zunächst in die volkswirtschaftliche Theorie des internationalen Handels ein und setzen sich dann kritisch vor dem Hintergrund aktueller Probleme mit dem Freihandelspostulat auseinander.


2 Schaubilder: Welche Maßnahmen wurden ergriffen?

Der Welthandelsbericht spricht eine klare Sprache. Die Wachstumsmotoren im Welthandel sind nicht die alteingesessenen Industrienationen aus Nordamerika und Europa. Zwar verfügt Europa mit 36 % an den Weltexporten noch über den größten Anteil. Aber in Punkto Dynamik bleibt das gute alte Europa weit abgeschlagen hinter den aufstrebenden Schwellenländern in Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und sogar Afrika zurück. Zwei Schaubilder zeigen Anteile und Wachstumsdynamik einzelner Regionen im Welthandel.

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