Flüchtlinge zwischen Humanität und Wahlkampf

Mit der Wahl in Berlin am 18.9.2016 wurden die politischen Machtverhältnisse erneut durcheinandergewirbelt. Die Volksparteien haben – wie auch schon in den vorausgegangenen Landtagswahlen – Federn gelassen. Erfolgreich war in Berlin wieder die Alternative für Deutschland (AfD), die nun in das zehnte Landesparlament einzieht und ihrem Ziel, nach der Bundestagswahl 2017 im Bundestag vertreten zu sein, deutlich näher gekommen ist.

Ein zentrales Thema, das sowohl in den Medien als auch in der Politik als eine der Ursachen für das schlechte Abschneiden der Volksparteien und gute Abschneiden der AfD angesehen wird, ist die Debatte über die gegenwärtige Flüchtlingspolitik.

Dass die Flüchtlingsfrage auch 2017 im Bundeswahlkampf eines der zentralen Themen sein wird, dürfte auch Angela Merkel klar sein. Während sie nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ihre Haltung zur Flüchtlingsfrage bekräftigt hat, räumt sie nach der Berlin-Wahl erstmals Fehler ein. Doch damals wie heute steht sie zu ihrer humanitären Gesinnung und ihrer grundsätzlichen Haltung, angesichts des Elends tausender Flüchtlinge Menschlichkeit walten zu lassen.

Damals gingen Bilder um die Welt von traumatisierten Syrern aus einem zerstörten Bürgerkriegsland, von Elenden, die unter dramatischen Bedingungen an der ungarischen Grenze ausharrten sowie von hoffnungslos überfüllten oder kenternden Flüchtlingsbooten im Mittelmeer. Vor diesem Hintergrund wurde die unbürokratische Öffnung der deutschen Grenzen in den Medien als ein großer Akt der Humanität bezeichnet. Humanitär war auch die Hilfsbereitschaft der Deutschen auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle vor einem Jahr als Tausende in Sonderzügen nach Deutschland kamen.

Ein Jahr nach der großen Flüchtlingswelle scheint die Willkommenskultur Risse bekommen zu haben. Zwischen humanitären Erwägungen einerseits und ängstlichen Blicken auf die nächste Wahl andererseits wird über den richtigen Umgang mit den Flüchtlingen gestritten. Drei Arbeitsblätter und Schaubilder bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte, um mit den Schülern über ein Jahr Flüchtlingskrise und ihre politischen Folgen zu sprechen.


3 Arbeitsblätter

Die drei Arbeitsblätter beschäftigen sich zunächst mit den politischen Verschiebungen, die sich im Zuge der Flüchtlingskrise in der politischen Landschaft in Deutschland ergeben haben. Es wird u.a. der Frage nachgegangen, welche Rolle die Flüchtlingskrise bei der Veränderung der Machtverhältnisse gespielt haben könnte. Die drei Arbeitsblätter enthalten darüber hinaus Materialien, um sich die humanitäre Situation aus dem Jahr 2015 sowie nachfolgende Entwicklungen wieder in Erinnerung zu rufen. Anhand von Kurztexten, Schaubildern und Zahlen erarbeiten die SuS, wie sich die Flüchtlingskrise seit dem Sommer 2015 entwickelt hat.


3 Charts: Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise

In den Schlagzeilen und politischen Reden wird von Asylchaos, einem überforderten System, Politikversagen und Kontrollverlust gesprochen. War der Staat untätig? Drei Charts listen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise auf.


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