Energiepolitik im Umbruch (Teil 5)

Als nach der Energiewende die Strompreise in die Höhe kletterten, machte das Schreckgespenst der Stromarmut die Runde. Gerade einkommensschwache Haushalte würden unter den Lasten der Energiewende leiden. Medienberichten zufolge wurden tausenden Haushalten der Strom abgestellt, weil sie ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnten. Wie gerecht ist die Energiewende? Ein Arbeitsblatt und Chart beschäftigen sich mit der Sozialverträglichkeit der Energiewende.


Arbeitsblatt „Das EEG und soziale Gerechtigkeit“

Seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist der Strompreis erheblich geklettert. Während gut verdienende Single-Haushalte diese Erhöhung gut verkraften, macht der Anteil der Energiekosten am Einkommen in Haushalten mit vielen Kindern oder Hartz-IV-Empfängern einen weitaus größeren Batzen aus. Der Hartz-IV-Regelsatz für Energiekosten beträgt 2017 beispielsweise 34,19 Euro. Die durchschnittlichen Stromkosten eines Ein-Personen-Haushalts liegen allerdings im Durchschnitt deutlich über 40 Euro. Wie gerecht sind die Regelungen zur Finanzierung der Energiewende? Dieser und mehr Fragen geht das Arbeitsblatt nach.


Schaubild: Zusammensetzung des Strompreises 2000 und 2016

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde im Jahr 2000 eingeführt. Die EEG-Umlage, durch die die Energiewende finanziert wird, ist seitdem kontinuierlich gestiegen. Vergleicht man die Anteile der einzelnen Komponenten am Strompreis 2000 und 2016, so sind die Anteile für Erzeugung, Beschaffung und Vertrieb sowie Abgaben und Steuern zurückgegangen, während der Anteil, der der Energiewende zuzurechnen ist, von 1,4% (2000) auf 24 % (2016) gestiegen ist. Die Strompreisentwicklung ist daher sehr stark durch die Energiewende beeinflusst worden.

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