Entwicklungen in Ost und West

Ungefähr eine Generation ist es nun her, dass die Bürger der ehemaligen DDR in einer friedlichen Revolution zuerst den Sturz des SED-Regimes und dann die politische und wirtschaftliche Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten forderten. In feierlichen Reden wurden Erwartungen von „blühenden Landschaften“ in Ostdeutschland geweckt. Die Einführung der DM suggerierte den Menschen, dass das Wohlstandsniveau des Westens nun auch bald im Osten realisiert werden könne. Doch auf die Euphorie der Wiedervereinigung folgte die Ernüchterung des Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaft.

Wo stehen wir heute, 28 Jahre nach der Wiedervereinigung? Welche positiven Entwicklungen hat es gegeben? Wo existiert weiterhin Nachholbedarf? Ein Arbeitsblatt bietet Ansatzpunkte, das Thema kurz und bündig – nicht nur zum Tag der Deutschen Einheit – im Unterricht zu behandeln.



Arbeitsblatt zu Entwicklungen in Ost und West

Dass die Schaffung der von Helmut Kohl versprochenen „blühenden Landschaften“ schwieriger, herausfordernder und langwieriger ist, als man es Anfang der 90er Jahre hoffte, ist eine Erkenntnis, die sich in knapp drei Jahrzehnten immer deutlicher zeigte. Damit sich die Lücke zwischen Ost und West weiter schließt, muss die wirtschaftliche Entwicklung im Osten dynamischer verlaufen als im Westen. Dies ist in verschiedenen Phasen durchaus der Fall gewesen. Andererseits gab es „Hängepartien“, die die ostdeutsche Wirtschaft gegenüber dem Westen zurückgeworfen hat oder allenfalls eine Entwicklung parallel zum Westen ermöglichte.

Die Materialien beschreiben Entwicklungen im Hinblick auf das BIP, das Einkommen, die Armutsgefährdung und den Arbeitsmarkt in Ost und West. Allerdings fehlt bei den Beschreibungen jeweils die Information darüber, ob die Entwicklung dem Osten oder dem Westen zugeordnet werden kann. Dies herauszufinden, ist die Aufgabe der Schüler.



Schaubild: Arbeitslosigkeit – regionale Unterschiede

chart-bild2.jpgVor weniger als 20 Jahren war in einigen der neuen Bundesländer noch fast jeder Fünfte arbeitslos. Demgegenüber hat sich die Arbeitslosenquote in vielen Fällen mehr als halbiert. Dennoch hat der Osten gegenüber dem Westen einen Aufholbedarf. Das Gefälle auf dem Arbeitsmarkt existiert allerdings nicht nur zwischen Ost und West. Ein Nord-Süd-Gefälle ist anhand des Schaubilds, das die Arbeitslosenquoten nach Bundesländern zeigt, ebenso deutlich erkennbar.





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