Was bedeutet Preisstabilität?

Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Inflationsrate 1,9%. Im Jahr 2017 bewegte sich die Teuerungsrate mit 1,8% auf einem ähnlichen Niveau. Für die Zukunft wird von Wirtschaftsforschern eine Preisniveausteigerung in vergleichbarer Größenordnung prognostiziert. Das dürfte die Währungshüter freuen, denn für die EZB gilt eine Inflationsrate von knapp unter 2% als Preisstabilität. Stabile Preise sind eines der Hauptziele der Wirtschaftspolitik, da sie Bürgern, Unternehmen und dem Staat Planungssicherheit verschaffen. Drei Arbeitsblätter führen schülergerecht an Begriffe wie Inflation, Deflation und Preisstabilität als einem wirtschaftspolitischen Ziel heran.


3 Arbeitsblätter: Inflation, Deflation, Preisstabilität

Die meisten Menschen haben bestimmte Wünsche und Vorstellungen über ihre Zukunft. Sie möchten an der Gesellschaft teilhaben, einen Beruf ausüben, Geld verdienen und sich Konsumwünsche erfüllen. Preisstabilität erleichtert die Planbarkeit von kurzfristigen Konsumausgaben ebenso wie von langfristigen Anschaffungswünschen wie beispielsweise einer Immobilie. Unternehmen investieren oder stellen Mitarbeiter ein, wenn sie über einen gewissen Planungshorizont prognostizieren können, ob die am Markt erzielbaren Preise für ihre Produkte stabil sind. Preisstabilität ist daher eines der wirtschaftspolitischen Ziele der Bundesregierung zur Förderung von Freiheit, Wohlstand, Gerechtigkeit und Sicherheit in der Gesellschaft.

Die drei Arbeitsblätter und Schaubilder beschäftigen sich grundlegend mit dem Phänomen der Inflation, der Messung von Inflation und den aktuellen Tendenzen bei der Preisentwicklung.


2 Schaubilder: Verbraucherpreisindex und Inflationsraten

So paradox es klingt, aber eine Inflation von null Prozent ist aus Sicht der Zentralbank keine Preisstabilität. Das ist den Währungshütern schon viel zu nah an einer möglichen Deflation. Optimal aus Sicht der EZB ist eine Inflationsrate von knapp unter 2 %. Demnach waren die Jahre 2013-2016 geprägt von Sorgen vor einer möglichen Deflation. Die EZB steuerte mit einer massiven Geldmengenausweitung dagegen. Ihr Einfluss auf die Inflationsrate blieb dennoch sehr begrenzt. Es war vielmehr der Ölpreis, der zunächst dämpfend und seit Ende 2016 wieder preistreibend auf die Inflation wirkt. Die beiden Schaubilder zeigen den Verbraucherpreisindex der letzten Jahre, sowie die jährlichen Inflationsraten

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