Die deutsche Einheit

September 1989: Eine Familie aus der DDR überquert in einem rostbraunen Trabi die Grenze. Hinter ihr folgt eine endlose Schlange aus Trabis und Ladas. Wenige Stunden später erreicht die Schlange die deutsche Grenze. Ziemlich genau vor 27 Jahren begann die „Abstimmung mit den Füßen“ über Ungarn und Tschechien. Die Friedensgebete sowie die anschließenden Montagsdemonstrationen setzten die Regierung der DDR immer mehr unter Druck. Am 9. November 1989 war es dann so weit: Ein von Günter Schabowski verkündetes neues Reisegesetz führte in der Nacht zum Fall der Mauer. Ein Jahr später feierten die Deutschen die Wiedervereinigung. Mauerfall, Wiedervereinigung, die Rolle der Treuhand und Schwierigkeiten beim Aufholprozess des Ostens gegenüber dem Westen sind Gegenstand dreier Arbeitsblätter und Schaubilder.


3 Arbeitsblätter zur deutschen Einheit

Der Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in seiner alten Fassung bot für die ehemalige DDR die Möglichkeit, der Bundesrepublik beizutreten. Alternativ hätte das deutsche Volk auch gemäß Artikel 146 GG für ein geeintes Deutschland eine neue Verfassung beschließen können. Doch sowohl die Volkskammer als auch die Bürger der DDR wünschten einen möglichst schnellen Weg und entschieden sich für den Beitritt gemäß Artikel 23. Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft und die DDR wurde aufgelöst. Die Wiedervereinigung wurde mit einem Staatsakt und großen Feierlichkeiten begleitet. Seitdem wird der 3.Oktober Jahr für Jahr als Tag der deutschen Einheit gefeiert. Die Eckpunkte der Grenzöffnung und Wiedervereinigung sind Gegenstand des ersten Arbeitsblattes. „Blühende Landschaften“ versprach Helmut Kohl in einer feierlichen Ansprache zur Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion am 01.Juli 1990. Dass die Herausforderungen nach der Wende jedoch komplexerer und langwierigerer Natur waren, damit beschäftigen sich das zweite und dritte Arbeitsblatt.


3 Schaubilder: Erfolge und Schwierigkeiten beim Aufbau Ost

Vor weniger als 20 Jahren war in einigen der neuen Bundesländer noch fast jeder Fünfte arbeitslos. Demgegenüber hat sich die Arbeitslosenquote in vielen Fällen mehr als halbiert. Dennoch hat der Osten gegenüber dem Westen einen Aufholbedarf. Neben Erfolgen im Aufbau Ost gibt es nach wie vor Defizite, oftmals unterscheidet sich die Situation auch von Region zu Region innerhalb der neuen Bundesländer. Drei Schaubilder informieren über einige Eckdaten in Ost und West.


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