Veränderungen beim Mindestlohn seit dem 1.1.2017

34 Cent mehr pro Stunde erhalten Beschäftigte, die zum Mindestlohn arbeiten, seit dem 1.Januar 2017. Für einen Vollbeschäftigten sind das 55 Euro mehr im Portemonnaie am Monatsende. Ein Minijobber muss ungefähr 2 Stunden weniger im Monat arbeiten, um auf 450 Euro zu kommen. Mit der Erhöhung brachen die alten Debatten rund um die Einführung einer gesetzlichen Lohnuntergrenze wieder los. Während Vertreter der Wirtschaft den Mindestlohn immer noch als Bremse für die Entstehung neuer Jobs im Niedriglohnbereich brandmarken, feiern ihn Arbeitnehmervertreter als soziale Errungenschaft. Während Gewerkschaften 8,84 Euro pro Stunde als wichtigen Anpassungsschritt begrüßen, klagen Arbeitgeber über eine zu frühe Erhöhung und fordern zudem Ausnahmen beispielsweise für die Qualifikation von Flüchtlingen. Drei Arbeitsblätter und Schaubilder befassen sich mit den Erfahrungen aus zwei Jahren Mindestlohn.


3 Arbeitsblätter: Zwei Jahre Mindestlohn – Eine Zwischenbilanz

Die ständige Mindestlohnkommission hat nicht nur die Höhe des Mindestlohns zum 1.Januar 2017 neu festgelegt, sondern ist gegenüber der Bundesregierung auch verpflichtet, über die Wirkungen des Mindestlohns Bericht zu erstatten. In ihrem ersten Bericht hat die Mindestlohnkommission eine Bestandsaufnahme erstellt und beispielsweise ermittelt, wie viele Arbeitnehmer in welchen Branchen überhaupt von den Mindestlohnregelungen betroffen waren, wie sich die Zahl der Minijobs unmittelbar nach dem 1.1.2015 verändert hat und ob es Anpassungen in der Lohnstruktur knapp oberhalb der Mindestlohngrenze gegeben hat. Die drei Arbeitsblätter beschäftigen sich mit den Ergebnissen des ersten Berichts der Mindestlohnkommission.


3 Schaubilder: Wer profitiert vom Mindestlohn?

Wir begegnen ihnen tagtäglich. Sie verrichten Dienstleistungen, ohne die unser Alltag kaum funktionieren würde. Gemeint sind die Beschäftigten des Niedriglohnsektors: Reinigungskräfte, Paketzusteller, Friseurinnen, Wachleute, Hauswirtschaftlerinnen, Verkäuferinnen. Die ersten beiden Schaubilder zeigen, in welchen Branchen wie viele Beschäftigte 2014 unterhalb von 8,50 Euro verdienten und die seit dem 1. Januar 2015 Anspruch auf den Mindestlohn hatten. Das dritte Schaubild zeigt einen internationalen Vergleich von Mindestlöhnen. Länderübergreifende Vergleiche nominaler Lohnhöhen sind häufig wenig aussagekräftig, weil sich das gesamte Gefüge von Löhnen und Preisen von Land zu Land unterscheidet. Die vorliegende Grafik versucht, diese Unterschiede zu berücksichtigen.


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