Das Bruttoinlandsprodukt 2020

Im Jahr 2020 ist die deutsche Wirtschaft um 5 % geschrumpft. Verglichen mit der Wirtschafts- und Finanzkrise, in der das BIP um 5,7 % einbrach, ist das BIP in geringerem Ausmaß zurückgegangen als noch im Frühjahr 2020 erwartet. Erheblich dazu beigetragen haben die Konsumausgaben des Staates, z.B. die Anschaffung von Schutzausrüstung. Konsum und Investitionen sowie der Außenhandel sind dagegen massiv zurückgegangen. Das Instrument der Kurzarbeit hat auf dem Arbeitsmarkt dazu geführt, dass die offene Arbeitslosigkeit bisher nur moderat gestiegen ist. Stark angestiegen sind erwartungsgemäß die Staatsschulden. Lag der Schuldenstand 2019 noch knapp unter 60 % des BIP, so betrug er Ende 2020 schon 70 % des BIP.

Zwei Arbeitsblätter ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Wirtschaftsleistung des Corona-Krisenjahres 2020.

 

2 Arbeitsblätter: Interpretieren und Präsentieren volkswirtschaftlicher Entwicklungen

Die alljährliche Pressekonferenz des Statistischen Bundesamtes im Januar über die Wirtschaftsleistung des abgelaufenen Jahres wird von den Medien, Wirtschaftsfachleuten und der Politik in der Regel mit Spannung erwartet. Zwar sind die ersten Zahlen des vergangenen Jahres noch vorläufig, doch sie bieten eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Gerade das Corona-Jahr 2020 war auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr. Wie hat sich die deutsche Wirtschaft geschlagen? Welchen Einfluss auf den Arbeitsmarkt und die Staatsfinanzen hatte die Pandemie?

Die Schüler versetzen sich in die Lage der Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes und bereiten die Pressekonferenz vor, indem sie Pressestatements für eine (fiktive) Pressekonferenz im Klassenzimmer oder als Online-Video-Konferenz erstellen.

 

Schaubild: Wie hat sich Deutschland in der Corona-Krise im internationalen Vergleich geschlagen?

Ein Wirtschaftseinbruch von 5 % ist ein gewaltiger Rückgang des BIP. Verglichen mit anderen europäischen Ländern allerdings ist die Verminderung des BIP moderat. Spanien beispielsweise hat mit voraussichtlich 12,4 % Minus zu rechnen. Ähnlich hart trifft es das Vereinigte Königreich oder Italien. Demgegenüber sind die USA mit -4,6 % wirtschaftlich etwas besser durch die Krise gekommen. China verzeichnet sogar ein Wachstum von 2,3 %.

 

 

 

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