„America First“

Seit dem 1.6.2018 sind die US-Zölle nun in Kraft. Am 8.3.2018 hatte Donald Trump unter dem Beifall der Stahl- und Aluminiumarbeiter seinen Beschluss verkündet, Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von zehn Prozent verhängen zu wollen. Die Zölle dienen nach Ansicht von Trump der nationalen Sicherheit. Schiffe, Flugzeuge, Rüstungserzeugnisse sollten wieder mit amerikanischem Stahl gebaut werden.

Von Seiten der EU gab es heftige Kritik an Trumps Zollbeschlüssen. Wochenlang versuchten die Europäer erfolglos, in Verhandlungen die Zölle abzuweisen. Die negativen Folgen - auch für die US-Wirtschaft – sind nach Einschätzung von Experten gravierender als der kurzfristig mögliche Gewinn für die amerikanische Stahl- und Aluminiumbranche. Mittlerweile haben die Europäer bei der Welthandelsorganisation gegen die USA-Zölle geklagt und eigene Vergeltungszölle auf amerikanische Produkte auf den Weg gebracht.

Zwei Arbeitsblätter und 3 Schaubilder beschäftigen sich mit den US-Zöllen und deren Auswirkungen.

2 Arbeitsblätter: US-Zölle zum Schutz der Stahlindustrie

Ziel der Materialien ist es, die kurz- und langfristigen Wirkungen der amerikanischen Zölle am Beispiel des Stahlmarktes zu analysieren. Die SuS erkennen die Inte-ressenkonflikte zwischen der amerikanischen, europäischen und chinesischen Stahl-industrie. Sie lernen die Bedeutung weltweiter Handelsregeln innerhalb der WTO kennen und identifizieren die Voraussetzungen, unter denen Länder überhaupt nur Zölle, die im Einklang mit Welthandelsordnung stehen, erheben dürfen. Abschließend setzen sich die Schüler mit Reaktionsmöglichkeiten der Handelspartner auseinander.



3 Schaubilder: Eckdaten der Stahlindustrie

Seit 1950 hat sich die Weltstahlproduktion von 192 Mio. Tonnen Stahl auf mehr als 1600 Mio. Tonnen Stahl vervielfacht. Während 1950 China ein verschwindend kleiner Stahlanbieter auf dem Weltmarkt war, ist das Land der Mitte heute für die Hälfte des weltweit erzeugten Stahls verantwortlich. Die in China geschaffene, staatlich geförderte Stahlproduktion ist das Ergebnis von staatlicher Lenkung. Die Überkapazitäten in China sind kontinuierlich gewachsen. In Deutschland hingegen hat die Zahl der Beschäftigen in der Stahlerzeugung von 288.000 im Jahr 1980 auf 85.000 abgenommen. 3 Schaubilder geben Aufschluss über Entwicklungen und Eckwerte des Stahlmarktes.



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