Die größte Drogeriemarktkette Deutschlands hat am 23. Januar 2012 beim Amtsgericht Ulm Insolvenz angemeldet. Schon lange hatte es Gerüchte über Liquiditätsprobleme bei Schlecker gegeben, da in den Filialen immer wieder größere Lücken in den Regalen klafften.
Das Handelsimperium von Anton Schlecker hat einen Antrag auf Planinsolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Bei einer Planinsolvenz hätte der Insolvenzverwalter lediglich begleitende und beratende Funktion. Doch was genau ist eine Insolvenz und was geschieht eigentlich bei einem Insolvenzverfahren genau? Welche Rechte haben Lieferanten, Kreditgeber, andere Gläubiger und Mitarbeiter im Fall einer Unternehmenspleite und unter welchen Umständen müssen Unternehmen eigentlich Insolvenz anmelden? Zwei Arbeitsblätter und Charts vermitteln grundlegende Kenntnisse zum Thema Insolvenz anhand des aktuellen Falls der Schlecker-Insolvenz.
2 Charts: Schritte einer Insolvenz
Was passiert bei einer Insolvenz? Wer bestellt den Insolvenzverwalter und was macht der Insolvenzverwalter genau? Kann er allein entscheiden, was mit dem Unternehmen passiert? Welche Einflussmöglichkeiten haben die Gläubiger? Zwei Charts zeigen den schematischen Ablauf einer Insolvenz.
2 Arbeitsblätter: Ist Schlecker noch zu retten?
1975 gründete Anton Schlecker den ersten Drogeriemarkt. Seitdem hat er über 7000 Filialen in ganz Deutschland eröffnet. Mehr als 30 000 Mitarbeiter arbeiten für den kleinen Drogerie-Laden in der Nachbarschaft. Doch nun ist das Drogerie-Imperium pleite. Anton Schlecker droht als Einzelkaufmann nicht nur der Verlust seines Unternehmens, sondern auch die Privatinsolvenz. Im schlimmsten Fall muss er bis an sein Lebensende für die Schulden aufkommen. Das allerdings will er mit aller Kraft und der Hilfe seiner Kinder verhindern. Doch geht das überhaupt, wenn der Insolvenzverwalter bereits im Haus ist? Die beiden Arbeitsblätter und Charts thematisieren anhand der Schlecker-Insolvenz die wesentlichen Schritte einer Insolvenz.
Bezugsmöglichkeiten des Arbeitsblatts
Dieses Arbeitsblatt können Sie wie folgt beziehen:
![]() |
|
![]() |
|





