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Warum gehen die Bürger weltweit auf die Straße?

Am 15. Oktober 2011 demonstrierten Hunderttausende weltweit gegen die Auswüchse der Finanzmärkte. Die Proteste, die am 17. September 2011 in New York begonnen hatten, ergriffen fünf Wochen später 1500 Städte rund um den Globus. Vom Thahir Platz bis zum Time Square machten die Menschen ihrer Wut über das gegenwärtige Finanzsystem Luft.

Anlässlich des EU-Gipfels am 23. Oktober 2011 in Brüssel sind neue Demonstrationen geplant. Auf der Tagesordnung des EU-Gipfels stehen weitere Griechenland-Hilfen, Strategien zur Rekapitalisierung der Banken sowie der Rettungsschirm EFSF. Die Organisatoren der Proteste wollen mit Aktionen am 22. Oktober 2011 mobil machen gegen weitere Hilfsleistungen für die Banken auf Kosten der Bürger. BizziNet.de hat ein Arbeitsblatt zu den Beweggründen und Zielen der Occupy-Bewegung erstellt.

Chart: Der neue Euro-Rettungsschirm

Es ist schon eine gigantische Entwicklung, wenn sich innerhalb weniger Wochen eine weltweite Bewegung etabliert, die rund um den Globus tausende Menschen auf die Straßen bringt. Doch woher kommen das Misstrauen und die Verärgerung der Demonstranten über die Politik, die Wirtschaft und die Finanzwelt? Eine der Ursachen, aber sicher nicht die einzige, ist die Tatsache, dass die Menschen seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise in immer kürzeren Abständen mit angeblich alternativlosen Rettungsaktionen in Milliardenhöhe konfrontiert wurden, die sich – kaum verabschiedet - als unzureichende Mittel gegen die Krise entpuppen. Am 23. Oktober 2011 soll in Brüssel auf dem EU-Gipfel über eine Erweiterung des erweiterten Rettungsschirms, der gerade erst die Parlamente Europas passiert hat, debattiert werden. Dieses Mal ist er solide, schlagkräftig, krisensicher und kostet den Steuerzahler keinen Cent extra. Ehrlich….. :-)

Das Chart ist ein kleiner Seitenhieb mit Augenzwinkern auf die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Brüssel.

Arbeitsblatt: Occupy Wallstreet

Warum gehen die Bürger weltweit auf die Straße?

Die Demonstranten der Occupy-Bewegung sind ein bunt gemischter Haufen aus allen Teilen der Bevölkerung. Sie haben kein politisches Programm, das sie gemeinsam vorantreiben wollen. Vielmehr eint sie das unbestimmte Gefühl, dass die Politik sich mit den Mächtigen der Wirtschafts- und Finanzwelt zusammengeschlossen hat und Politik zugunsten des Kapitals auf Kosten der Menschen gemacht wird. Mit welchen Argumenten üben die Demonstranten konkret Kritik am gegenwärtigen System und welche Ziele wollen sie erreichen. Das Arbeitsblatt ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit der Occupy-Protestbewegung.

Bezugsmöglichkeiten des Arbeitsblatts

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