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Eigentlich war der Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2002 bereits beschlossene Sache der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Doch am 05.September 2010 verständigte sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition darauf, die Laufzeiten zu verlängern. Demnach sollen die Kernkraftwerke zwischen acht und 14 Jahren länger am Netz bleiben. Zwischen der Regierung und der Opposition ist ein heftiger Streit um die vorgesehenen längeren Laufzeiten entfacht. Zwei Arbeitsblätter und zwei Charts führen in die Thematik ein.

Chart 1: Atomkraftwerke in Deutschland

Nach den ursprünglichen Plänen, dem so genannten Atomkonsens vom 22.April 2002, sollten die in Deutschland noch betriebenen Kernkraftwerke nur noch eine ganz bestimmte Reststrommenge erzeugen dürfen und dann abgeschaltet werden. Die vereinbarten Reststrommengen waren damals so bemessen, dass sich für jedes Kernkraftwerk eine Betriebszeit von ungefähr 32 Jahren ergab. Demnach sollte ungefähr 2022 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werden. Das Chart zeigt die 17 in Deutschland noch betriebenen Kernkraftwerke mit ihren prognostizierten Restlaufzeiten nach den noch gültigen Rahmenbedingungen.


Chart 2: Wie entsteht radioaktiver Abfall?

Beim Stichwort radioaktiver Abfall denken die meisten sofort an abgebrannte Brennelemente aus Kernreaktoren zur Gewinnung von Kernenergie. Viel weniger in der öffentlichen Diskussion ist beispielsweise das Tailing, das beim Uranabbau entsteht, wenn das Mineral vom rohen Erz abgetrennt wird. Dieser Schlamm, der dann übrig bleibt, ist mengenmäßig der größte Teil radioaktiven Abfalls, jedoch mit einer geringen Strahlung. Auch Arbeitshandschuhe, Schutzanzüge, Werkzeuge oder der Beton aus Kernkraftwerken zählen zu den schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen. Das Chart gibt einen Überblick über die Entstehung radioaktiven Mülls.

Arbeitsblatt 1: Streit um die Laufzeitverlängerung

Das Arbeitsblatt bietet eine Einführung in die Problematik der Laufzeitverlängerung. Anhand einer Internetrallye informieren sich die Schüler über den Betrieb und die Bedeutung von Kernkraftwerken für die Stromerzeugung in Deutschland. Darüber hinaus tragen sie die wichtigsten Argumente pro und contra einer Laufzeitverlängerung zusammen.

Arbeitsblatt 2: Der Streit um die Endlagerung

Im zweiten Arbeitsblatt der Reihe „Strahlende Zukunft?“ geht es um den Streit über die Endlagerung von Atommüll. Die Frage, ob es eine sichere Endlagerung von Atommüll gibt, wird von den Vertretern verschiedener Interessengruppen unterschiedlich beantwortet. Das Arbeitsblatt ermöglicht eine Auseinandersetzung der Schüler mit den wichtigsten Argumenten der einzelnen Interessenvertreter. Darüber hinaus erarbeiten die Schüler sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Endlagerungsproblematik.

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